Auf Einladung der Schulseelsorge kamen am 21.März vier ehemalige Leos in die Schule. Alina Weber, Rene Truer, Anton Wolf und Nils Hollinghausen besuchten unsere jetzigen 10. Klassen. Sie berichteten über ihre Eindrücke und Erfahrungen seit dem Abschluss der Realschulzeit.

Alina und Rene besuchen seit einem Jahr die Friedrich Dessauer Schule mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung, um dort ihr Fachabitur zu machen. Beide machen ein begleitendes Praktikum. Alina arbeitet als Praktikantin in einer Versicherung und Rene ist als Praktikant im Sozialamt der Stadt. Weiterführende Ziele, wie z.B. ein duales Studium, sind bereits in den Blick genommen. Alina und Rene sagten, dass es sich lohnt, auf der neuen Schule gleich startklar zu sein und Engagement zu zeigen.

Anton berichtete von seiner Ausbildung zum KFZ Mechatroniker bei Audi. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird ergänzt durch jeweils zwei Tage pro Woche in der Berufsschule. „Die Tage in der Werkstatt haben einen anderen Zeitumfang als die Schultage“, stellte Anton fast etwas wehmütig fest. In der Berufsschule werden übertragene Aufgaben sehr ernst genommen. So kann zum Beispiel ein nicht durchgehend geführtes Berichtheft dazu führen, dass ein Ausbildungsjahr nicht anerkannt wird.

Sehr zufrieden erzählte auch Nils Hollinghausen. Nach dem Abschluss auf der Leo, auf der er bereits durch seine Medienkompetenz aufgefallen war, warteten weder Schule noch Ausbildungsbetrieb auf ihn. Er hatte sich für einen weiteren Ausbildungsweg noch nicht entscheiden können. Eher durch Zufall fand er die Möglichkeit zur Mitarbeit in einer Firma in Frankfurt. Dort wurde sein Talent im Umgang mit der Bearbeitung von Filmen entdeckt. Die Ergebnisse seiner Arbeiten waren so gut, dass Nils ausgesucht und empfohlen wurde für ein Studium im Bereich der Entwicklung von Spielen und Filmen.

Ob als Talent entdeckt oder auf dem gewählten Weg über Ausbildung und Schule, anzumerken war unseren vier Ehemaligen eine gewisse Freude über die gewonnen Erfahrungen. Als sie die jetzigen Abschlussklassen daran erinnerten, dass es wichtig sei, im neuen Aufgabenfeld für einen guten Eindruck zu sorgen, wirkten sie schon fast wie Erwachsene.

Ihr Besuch wurde mit Applaus und mit herzlichen Worten von Frau Knobl und Herrn Heinrich bedacht. Zu einer kleinen Stärkung waren sie dann in den SchülerTreff eingeladen.

Die Idee, Ehemalige einzuladen, um Erfahrungen und Anregungen auszutauschen, macht Sinn. Im nächsten Jahr soll diese Idee fortgesetzt und ausgebaut werden.